Bipolare Störungen

Ansprechpartner: Dr. K. Horn
Kooperationspartner:
Prof. A. Pfennig, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums C.G. Carus Dresden
Prof. M. Holtmann, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Ruhr-Universität Bochum

Auf dem Gebiet der Früherkennung schizophrener Erkrankungen wurden in den letzten Jahren grosse Fortschritte erzielt. Neuropsychologische Forschung und Bildgebung zeigen, dass auch bei bipolaren Störungen, die Veränderungen - ähnlich denen bei Schizophrenie - sowohl struktureller als auch funktioneller Art sind. Bipolare Störungen wurden in der Vergangenheit häufig erst im Jugend- und frühen Erwachsenenalter erstmals diagnostiziert. Es spricht aber einiges dafür, dass sich affektive Störungen in einem früheren Lebensalter als bisher angenommen manifestieren. So datieren 20-60 % bipolar erkrankter Erwachsener rückblickend den Beginn ihrer Erkrankung in der Adoleszenz oder früher. Dennoch ergibt sich im Kindes- und Jugendalter aufgrund der diagnostischen Kriterien in einigen Fällen eine Überlappung mit ADHS, was international zu Diskussionen um die Pediatric Bipolar Disorder führte. Diese Debatten nehmen in den USA  und in Europa einen unterschiedlichen Verlauf. In den USA gab es in den letzten Jahren einen ganz erheblichen Anstieg bei der Vergabe dieser Diagnose im Kindes- und Jugendalter, wogegen in Europa diese Diagnose weiterhin eher selten vergeben wird.

Wir sammeln Daten zum Verlauf und zu Prädiktoren für den Ausbruch bipolarer Störungen in einer hilfesuchenden Population von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, Merkmale des Konstruktes bipolares Prodrom für die Alterspanne zwischen 12 und 18 Jahren zu erarbeiten.

 

Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Schubertstraße 42
01307 Dresden
Tel: (0351) 458 2244

Design und Programmierung durch
markenbuero-Logo markenbuero.eu
Zwickauer Straße 140, 01187 Dresden
Tel: +49 (0) 351 - 21 37 828