Behandlungsschwerpunkte

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Aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen in der klinischen Versorgung und in Forschungsvorhaben bieten wir Ihnen zu folgenden Störungsbildern besondere Expertise in Diagnostik und Behandlung:

Wir bemühen uns auch Patienten und Familien, die weiter weg wohnen und an einer dieser Störungen leiden, diese Expertise anzubieten, z.B. um sich in Absprache mit dem Behandler vor Ort eine 2. Meinung oder Rat bei unzureichender Besserung einzuholen. Dazu bitten wir Sie im Vorfeld so viele Informationen zu Ihrem Kind als möglich zu sammeln, damit wir in (möglichst) 1 ausführlichen Termin, alle Ihre Fragen zu beantworten und klare Behandlungsempfehlungen nach neuestem Stand der Wissenschaft abgeben können. Eine anschließende telefonische Beratung Ihres Behandlers vor Ort ist möglich. Sollten Sie nur zu einem Termin kommen wollen, bitten wir dies bei der Terminvereinbarung abzustimmen.

 

ADHS, Tic/Tourette, Zwangsstörungen

Alle drei Störungsbilder weisen Gemeinsamkeiten auf, wie z.B. Auftreten erster Symptome im Kindes- und Jugendalter, ein Zuviel an Bewegungen und Handlungen, und sie kommen bei ein und dem selben Kind überzufällig häufig gemeinsam vor.

Die AufmerksamkeitsDefizit-/HyperaktivitätsStörung (ADHS) kommt auch ohne Hyperaktivität vor und wird dann als AufmerksamkeitsDefizitStörung (ADS) bezeichnet. In der Klassifikation der WHO wird sie als Hyperkinetische Störung (HKS) bezeichnet.

Die Störung ist durch die drei Kernsymptome:

  • Unaufmerksamkeit/Ablenkbarkeit/Konzentrationsprobleme
  • Hyperaktivität
  • Impulsivität

gekennzeichnet.

Bis heute gibt es keinen Test (Gene, Blut, Leistungstest etc.) der die Diagnose sicher stellen lässt. Bis heute stellt die ausführliche Zusammenschau der Informationen aus unterschiedlichen Quellen (Eltern, Patient, Lehrer, Testpsychologie etc.) gepaart mit viel Erfahrung des Untersuchers den besten Weg zur Diagnosestellung dar. Ähnliches gilt für die Entscheidungen zur Therapie (wann, warum, womit etc.).

Daher bieten wir im Rahmen unserer Spezialsprechstunde sehr umfassende Diagnostik- und Therapiebausteine an, die z. B. auch von Ihrem niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater in Anspruch genommen werrden kann.

Flyer als PDF-Datei zum Herunterladen:

Faltblatt ADHS-Spezialsprechstunde

 

Das Auftreten von Tics als kurze, abrupte, sich unrhythmisch wiederholende Bewegungen und/oder Lautäußerungen wird als Tic-Störung bezeichnet. Tics zeigen eine starke Tendenz von alleine zu verschwinden. Bestehen sie allerdings länger als 1 Jahr, spricht man von einer chronischen Tic-Störung und es empfiehlt sich zur Abklärung und weiteren Planung ein Termin bei uns. Die Kombination von chronischen motorischen und vokalen Tics bezeichnet man als Tourette Syndrom. Da Tic-Störungen überdurchschnittlich häufig von weiteren kinder- und jugendpsychiatrischen Störungen begleitet werden (ADHS, Depressionen, Zwangsstörungen etc.) und diese oft das größere Problem darstellen, ist eine ausführliche Diagnostik und Behandlung beim erfahrenen Kinder- und Jugendpsychiater zu empfehlen, damit klare Diagnosen und Behandlungsempfehlungen erfolgen.

Weitere Informationen zur Tourette-Gesellschaft finden Sie hier.

Bei vielen von uns lassen sich zwanghaft anmutende Gewohnheiten finden. Besonders in den Bereichen Kontrolle/Ordnung/Symmetrie, Reinlichkeit/Gesundheit, Horten/Sammeln entwickelt sich bei Kindern und Jugendlichen oft unbemerkt und schleichend eine Zwangsstörung. Das bedeutet, die normalen „Angewohnheiten“ nehmen ein großes Ausmaß an und/oder sind mit Angst/Beunruhigung verbunden. Oft leidet Stück für Stück das Familienleben unter diesen Zwängen. Da hier eine frühzeitige Behandlung die Prognose verbessern kann, ist eine rechtzeitige Bewertung solcher „Angewohnheiten“ beim erfahrenen Kinder- und Jugendpsychiater zu empfehlen.

Flyer als PDF-Datei zum Herunterladen:

Faltblatt Spezialsprechstunde Tic/Zwang

 

Schizophrene und bipolare Störungen

Bei Kinder- und Jugendlichen können die Symptome einer psychischen Störung oft stark von denen Erwachsener abweichen und sind nicht so eindeutig. Gerade bei Psychosen, wie schizophrene und bipolare Störungen, sind erste Auffälligkeiten wenig eindeutig und führen - rückblickend - zu „falschen“ Diagnosen. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen können in den Bereichen Stimmung, Denken und Fühlen viele unterschiedliche und oft schwankende Auffälligkeiten zeigen. Hier ist bis heute eine besondere Erfahrung der beste Weg, um rechtzeitig die eigentliche Störung zu erkennen und danach zu handeln.

Auch ist die Einbeziehung der Familie in die Behandlung sehr wichtig, weshalb wir neben unserer Spezialsprechstunde mit bipolaren Störungen eine Mehrfamiliengruppe für Kinder & Jugendliche mit Psychose anbieten.

 

Essstörungen

Seit vielen Jahren bietet unsere Klinik für Patienten mit Essstörungen wie Magersucht (Anorexia nervosa) oder Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) spezielle Therapieangebote:

  • Station für Essstörungen „Hilde Bruch
  • Familientagesklinik für Essstörungen „Salvador Minuchin
  • Spezialambulanz für Kinder/ Jugendliche mit Essstörungen

Besonders Mädchen um die Pubertät herum zeigen oft ein auffälliges Essverhalten bzw. werden Vegetarier usw. Leider entwickeln einige davon eine Essstörung, die in allen Fällen einer Abklärung und oft einer Behandlung bedarf. Denn leider verlaufen etliche dieser Störungen trotz aller Fortschritte der modernen Medizin noch immer chronisch. Sie führen zu langwierigen und tiefgreifenden Problemen in der Entwicklung des betroffenen Kindes/Jugendlichen, aber auch seiner engen Familienangehörigen. Daher beziehen wir nach Möglichkeit die Familie frühzeitig und intensiv in die Behandlung mit ein.

Geplant ist zudem die Etablierung einer Wohngruppe für junge Mädchen mit Essstörung um den Übergang von der Behandlung in der Klinik in den normalen Alltage – wo nötig – langfristig und kompetent zu begleiten, damit es nicht zum Rückfall kommt. 

 

Traumafolgestörungen (Posttraumatische Belastungsstörungen)


Missbrauch, körperliche Gewalt oder ein schwerer Unfall…
kann allen Jungen und Mädchen jeden Alters passieren. Im Kindes- und Jugendalter wird ca. eines von vier Mädchen und einer von elf Jungen sexuell missbraucht, ca. 10 % erleben körperliche Misshandlung. Die Dunkelziffer scheint dabei jedoch deutlich höher zu liegen.
Von sexuellem Missbrauch bei Jugendlichen spricht man, wenn eine ältere Person oder ein Erwachsener den Jugendlichen zu sexuellen Handlungen drängt oder zwingt. Dabei muss nicht immer Gewalt eingesetzt werden. Die Täter sind häufig bekannte Personen wie Verwandte, Freunde der Familie oder andere Jugendliche.

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Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
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